Passivhausplanung

Passivhausstandard im Wohnungsbau

Ein Passivhaus kommt mit extrem wenig Energie aus. Der jährliche Heizenergiebedarf beträgt maximal nur 15 kW/h pro m² Wohnfläche.  Das ist ein Fünftel des Verbrauches der herkömmlichen Bauweise.

Passivhauskriterien und Anforderungen:

  • Der Heizwärmebedarf liegt im Passivhaus unter 15 kWh/(m²a)
  • Die Heizlast ist maximal 10 W/m2
  • Der Primärenergiebedarf überschreitet 120 kWh/(m²a) nicht.
  • Die Luftdichtheit erreicht mindestens n50 = 0,6/h.
  • Guter Wärmeschutz und Kompaktheit
  • Südorientierung und Verschattungsfreiheit
  • Hocheffiziente Wärmerückgewinnung
  • Optimierte Lüftungsanlage
  • Regenerative Brauchwassererwärmung

Das Passivhaus-Kompendium spricht von Mehrkosten für ein massiv gebautes Passivhaus von 9 Prozent im Vergleich zum Standardbau.

Aus diesen Angaben ist erkennbar, ein Passivhaus rechnet sich schon, wenn alles optimal aufeinander abgestimmt ist und eine kompetente Planung vorbereitet ist.

Weiterhin ist auch eine fachliche Einweisung aller am Bau beteiligten unumgänglich. Dafür wird eine umfassende Berufserfahrung vorausgesetzt.

Im Passivhaus wird "passiv" von der Sonne, von inneren Wärmequellen und von zurückgewonnener Wärme behaglich warm gehalten. Normaler Weise benötigt es kein konventionelles Heizsystem. Im Vergleich zum Neubau-Standard, benötigt ein Passivhaus bis zu 80% weniger Heizenergie.

Sonnenhausplanung

Sonnenhäuser im Wohnungsbau

Ein Sonnenhaus wird überwiegend durch Umrüstung bestehender Wohngebäude realisiert. Auch bei Neubauten wird ein Höchstmaß an den Dämmstandard vorausgesetzt mindestens jedoch die gesetzlich vorgeschriebene.

Das Sonnenhaus zeichnet sich durch sein Heizkonzept aus. Der Jahres-Wärmebedarf für Raumheizung und Warmwasser wird im Sonnenhaus zu mehr als 50% mit einer thermischen Solaranlage gedeckt. Die Nachheizung des Pufferspeichers erfolgt ebenfalls regenerativ , zum Beispiel durch einen wohnraumbeheizten Holzofen mit Wassereinsatz.

Scheint die Sonne, kommt ein Sonnenhaus auch an kalten Tagen häufig ohne aktive Heizung aus. Die passive Sonnenenergienutzung konkurriert jedoch nicht mit der aktiven, weil die durch die Kollektoren geerntete Solarstrahlung im großen Pufferspeicher über mehrere Tage oder sogar Wochen zwischengespeichert werden kann.

Freies Lüften über Fenster hat sich im Sonnenhaus grundsätzlich bewährt. Der Einbau einer Lüftungsanlage kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein, ist aber aus energetischer Sicht nicht zwingend erforderlich. Der positive Effekt der Wärmerückgewinnung auf den Heizwärmebedarf wird durch den Stromverbrauch des Ventilators primärenergetisch kompensiert.

Voraussetzung für einen hohen Heizkomfort und gutem Solarertrag ist eine Speicherbewirtschaftung mit guter Temperaturschichtung.

© THEIS Ingenieurbüro für Energieeffizienz
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